Reflex Bauhaus- ein Besuch in der Pinakothek der Moderne in München

Nach einem perfektem Wochenende in München, besuchte ich abschließend die Pinakothek um die Ausstellung „Reflex Bauhaus“ zu sehen.

Ich war geflasht von allen diesen Möbeln im Original. Bauhaus – ein Designursprung aus dem so unglaubliches entstanden ist.

Die komplette Ausstellung ist mit original Möbeln bestückt die aus unterschiedlichen Sammlungen oder von verschiedenen Eigentümern aus der Welt zusammengestellt wurden.

Zu sehen ist auch das Holzspielzeug von Alma Buscher im Original und die Wurfpuppe die sie entwarf – hinter der die Idee des freien Spielens stand.

Wurfpuppe, Alma Bucher, 1924

Mit dem Rückblick von heute erkennt man was dieser Entwurf zur Entwicklung des heutigen Spielzeuges beigetragen hat. Diese Art der Komplexibilität der Steine und doch so frei kombinierbar finden sich in vielen Spielsachen wieder, sogar die Farbgestaltung sehen wir noch heute bei den #Lego Klassikern.

Schiffbauspiel, Alma Bucher, 1923

Es sind 40 Objekte aus dieser Zeit zu sehen.
Viele tolle Stühle, Sesseln und Liegen die ich meist nur aus Büchern kannte ließen mein Interior Herz höher schlagen.


Toilettentisch, Marcel Breuer, 1927

Clubsessel B3 “Wassily”, Marcel Breuer, 1925/26

An diesem Wandteppich erkennt man das Bauhaus nicht immer nur schwarz/weiß ist – wie manche Menschen denken, also folgt meinem Motto – “Mut zur Farbe” im Interior Design.


Wandteppich, Anni Albers, 1925

Ein Original Rietveld, wow, was für eine Faszination. Auch hier eine farbfrohe Kombination.

Gerrit Thomas Rietveld Armlehnstuhl, 1917/18Dieses großartige Design und der Fortschritt zur damaligen Zeit, machte manche Dinge die in unserer heutigen Zeit so selbstverständlich sind, erst möglich. Der Küchenschrank von Erich Diekmann um 1928 entworfen, der Vorbote der heutigen Einbauküche.

Küchenbuffett, Erich Diekmann, um 1928

Bei diesen Vorboten unserer Interior Gegenstände, ist mir wieder aufgefallen, wie selbstverständlich wir heute mit Design in unserem Alltag um gehen und wie selten ein Bewusstsein für die Entwicklung, Arbeit, Forschung für solche Dinge ist und auch kaum jemand Verständnis dafür hat, dass Design seinen Preis hat!


Radiogeräte der „Volksempfänger VE 301“ 1938 waren im EinsatzRadio


Radio, Walter Maria Kersting, 1938

Daran anschließend sind weitere Designobjekte zu sehen, die eine Zeitreise möglich machen.
Schreibmaschinen, Rechenmaschinen und mein heißgeliebter Workman aus den 80iger Jahren – “wie cool ist das denn” dachte ich mir, ich entdeckte Objekte aus meiner Kindheit die heute so vergessen sind. Es gab sogar Telefone mit Schnur, in grün oder in rot, so war das damals, der damalige Monopolist der Telefonie gab die zu erwerbenden Geräte vor, in unserer Zeit unvorstellbar! Telefonieren war großartig, stundenlang hing ich an einem Telefon, denn zu quasseln gab es immer genug – Dank meiner Oma war dies möglich….

IBM, elektrische Schreibmaschine, 1969

Sony, Walkman

Tonband

Olivetti, Reiseschreibmaschine Valentine, 1968

Wenn ich diese tollen Dinge sehe, ist es für mich immer wieder ein Rätsel warum es in den Schulen kein Fach zu Architektur/Design/Städtebau gibt – Kunst ja, aber bitte wo kommt denn eigentlich der Computer her? – den wir heute alle so sehr lieben und schätzen, den sogar die aller Kleinsten wie selbstverständlich in den Händen halten…..

Und zu Letzt, ein absoluter Klassiker Egg der heute in einer großen Hotelkette weltweit seinen Einsatz findet – gestaltet in einem frischen türkis Ton!


Egg, Arne Jacobsen, 1957

Wär hätte das gedacht, dass diese Möbel so zeitlos und so aktuell sind.
Abschließend kann ich jedem nur empfehlen diese besondere Messe zu besuchen, eine Bereicherung – nicht nur für Design Freeks – sie läuft noch bis zum 02.02.2020.

©esther dre-ho, interior design, essen/ruhr
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